Perfekt ausgerüstet für die Piste
Wie du dich zum Skifahren in Schichten richtig kleidest
Das Schichtenprinzip ist der Schlüssel zu komfortabler und funktioneller Skibekleidung. Jede Schicht hat eine spezifische Aufgabe, um dich warm und trocken zu halten.
Inhalt
Teilen

Base Layer
1. Die Basisschicht
Die Basisschicht, oft auch als Funktionswäsche bezeichnet, liegt direkt auf der Haut und ist entscheidend für das Feuchtigkeitsmanagement. Sie sollte eng anliegen und aus Materialien bestehen, die Feuchtigkeit von der Haut wegtransportieren, wie Merinowolle oder synthetische Fasern.
Merinowolle: Natürliche Temperaturregulierung und Geruchsneutralisierung.
Synthetische Fasern: Schnelle Trocknung und hohe Atmungsaktivität.
Faktencheck
Was ist der Unterschied zwischen Thermounterwäsche und Funktionsunterwäsche?
Beide Begriffe werden häufig synonym verwendet, sie setzen aber nicht ganz denselben Schwerpunkt.
Funktionsunterwäsche ist darauf ausgelegt, Feuchtigkeit und Wärme zu regulieren. Sie transportiert Schweiß vom Körper weg, trocknet schnell und sorgt dafür, dass du dich bei Bewegung möglichst angenehm trocken fühlst. Sie gibt es für warme und kalte Temperaturen.
Thermounterwäsche legt den Schwerpunkt stärker auf Wärmeisolierung. Sie wird vor allem bei niedrigen Temperaturen getragen und hilft dabei, die Körperwärme möglichst nah am Körper zu halten.
Dabei kann Thermounterwäsche natürlich ebenfalls funktionelle Eigenschaften besitzen – und gute Funktionsunterwäsche kann gleichzeitig wärmend sein. Die Begriffe schließen sich also nicht gegenseitig aus.
Welches Material ist für Funktionsunterwäsche am besten?
Das kommt darauf an, wofür du die Funktionsunterwäsche einsetzen möchtest.
Für actionreiche und schweißtreibende Skitouren sind synthetische Materialien wie Polyester oder Polyamid besonders beliebt. Sie transportieren Feuchtigkeit zuverlässig nach außen, trocknen schnell und sind angenehm leicht.
Merinowolle punktet dagegen mit ihren natürlichen Eigenschaften: Sie reguliert die Temperatur, wärmt auch im feuchten Zustand und nimmt Gerüche vergleichsweise wenig an. Deshalb ist sie besonders angenehm bei längeren Skitouren.
Für besonders vielseitige Einsätze sind auch Materialmischungen eine gute Wahl. Sie verbinden beispielsweise die Temperaturregulierung von Merino mit der schnellen Trocknung und Strapazierfähigkeit synthetischer Fasern.
Kurz gesagt: Für intensiven Sport ist Synthetik oft die erste Wahl, für lange Winter-Tage und wechselnde Temperaturen überzeugt Merino. Wer beides möchte, greift zu einem Materialmix.
Wie muss Funktionsunterwäsche sitzen?
Funktionsunterwäsche sollte körpernah sitzen, ohne einzuengen. Sie darf sich wie eine zweite Haut anfühlen – schließlich soll sie ihre Funktion nur dann optimal erfüllen, wenn sie nah am Körper liegt.
Zu locker sollte sie nicht sitzen: Dann kann Feuchtigkeit schlechter vom Körper wegtransportiert werden und die wärmende Wirkung nimmt ab. Gleichzeitig darf nichts einschneiden oder die Bewegungsfreiheit einschränken.
Unser Tipp: Achte auf einen guten Sitz an Schultern, Rücken, Armen und Beinen. Wenn du dich frei bewegen kannst und die Unterwäsche auch bei Bewegung nicht verrutscht, hast du die richtige Passform gefunden.
Wie wasche ich Funktionsunterwäsche richtig?
Gute Funktionsunterwäsche kann dich viele Jahre begleiten – wenn du sie richtig pflegst.
Wasche deine Funktionsunterwäsche am besten bei 30 oder 40 °C mit einem milden Waschmittel und verzichte auf Weichspüler. Zum Trocknen eignet sich die Luft besser als große Hitze. Bei Merinowolle gilt: besonders schonend waschen und immer das Pflegeetikett beachten. So bleiben Material, Passform und Funktion möglichst lange erhalten.
Unser Tipp: Funktionsunterwäsche nach dem Skifahren nicht lange feucht in einer Tasche liegen lassen. Kurz auslüften oder möglichst zeitnah waschen – so bleibt sie länger frisch und angenehm zu tragen.
Schon gewusst? Unbedingt Baumwolle meiden! Sie saugt Schweiß auf, der sich auf der Haut sammelt und bei der nächsten Liftfahrt für Kälte sorgt. Da sich die Feuchtigkeit nicht weiter ausbreiten soll, ist reine Baumwolle als Material eher ungeeignet.
Unsere Empfehlung für dich
Entdecke bequeme Funktionswäsche, die speziell für die Bedürfnisse von Skifahrern entwickelt wurde.

Mid Layer
2. Mittelschicht
Die zweite Schicht besteht in der Isolierung. Sie spendet die notwendige Wärme indem sie die eigene Körperwärme zurückhält. Daher sollte die hier gewählte Kleidung in der erster Linie warm halten und vor Durchzug schützen. Gängige Materialien für diese Schicht sind Fleece, Daunen oder synthetische Isolierungen.
Fleece: Leicht, atmungsaktiv und schnelltrocknend.
Daunen: Hervorragendes Wärme-Gewichts-Verhältnis, ideal für sehr kalte Bedingungen.
Synthetische Isolierungen: Robust und feuchtigkeitsunempfindlich, perfekt für wechselhafte Wetterbedingungen.
Kleiner Tipp: Bei Temperaturen unter -5°C bis weit in den Minusbereich hinein, kann eine doppelte Zwischenschicht sehr nützlich sein. Kombiniere dann am besten deine Fleece- oder Wollmix-Jacke mit einer zusätzlichen Schicht aus Daunen oder Kunstfaser.
Unsere Empfehlung für dich
Entdecke flauschige Fleece-Oberteile, die dich bei kalten Temperaturen zuverlässig warm halten.

Outer Shell
3. Die Außenschicht
Die Außenschicht ist deine erste Verteidigungslinie gegen Wind, Schnee und Regen. Sie sollte wasserdicht, winddicht und gleichzeitig atmungsaktiv sein. Neben einer geeigneten Skijacke gehört hierzu auch die Skihose. Bei beiden kommen Materialien wie Gore-Tex und andere technische Stoffe ins Spiel.
Gore-Tex: Extrem wasserdicht und atmungsaktiv, ideal für harte Bedingungen.
Hardshell: Bieten maximalen Schutz bei gleichzeitig hoher Bewegungsfreiheit.
Softshell: Flexibel und atmungsaktiv, perfekt für mildere Bedingungen.
An alles gedacht? Denke bei der Oberbekleidung an ausreichend Reflektoren. So wirst du bei Dunkelheit gut gesehen und im Notfall schneller gefunden. Ebenfalls wichtig sind genügend Taschen, um alles Wichtige sicher verstauen zu können.
Unsere Empfehlung für dich
Entdecke robuste Skihosen und Skijacken, die jede Piste mitmachen.
